24. August 2019
Hallo ihr lieben,
heute schreibe ich vom Flughafen Incheon in Seoul. Meine Reise ist für mich jetzt erst mal vorbei und es geht zurück nach Hause und kann auf acht spannende Monate und vor allem zwei letzte total schöne Wochen zurückblicken.
Nochmal am Ende mit Tina durch Südkorea zu reisen, war absolut die beste Idee und der perfekte Abschluss.
Am 09. August sind wir beide in Seoul gelandet, Tina von Frankfurt und ich von Vietnam. So konnten wir zusammen in die Stadt fahren und entspannt starten.
So richtig los ging es dann aber erst am nächsten Tag mit unserer Erkundung von Seoul.
Morgens haben wir mit etwas Kultur gestartet. Ziemlich direkt neben unserem Hostel waren einige Paläste mit Tempeln, die auch durchaus dem, was ich bisher gesehen hatte ähneln, sich aber durchaus durch andere Muster und Farben unterscheiden.




Etwas erschöpft von der doch sehr intensiven Hitze sind wir dann erst einmal einen Kaffee trinken und anschließend durch die Stadt und entlang des Cheonggyecheon Streams, einem künstlich angelegten Kanal durch die Stadt, bis nach Dongdaemun gelaufen, wo man unter anderem die alte Stadtmauer wiederfindet und dort entlang laufen kann.




Nachdem wir abends auf dem Gwangjang Market gegessen haben, sind wir noch zum Mount Namsan, dort steht auch der Seoul Tower. Man hat aber auch einen perfekten Ausblick auf die ganze, scheinbar nie endende Stadt, ohne auf den Tower hochzufahren.



Den nächsten Tag haben wir dann ein Paar andere Ecken der Stadt erkundigt. Erst waren wir beim National War Museum, wo man sich vor allem eine Enorme Ansammlung an Ausgestellten Flugzeugen, Panzern, sowie diversen Kurz- und Langstreckenraketen anschauen konnte.



Weiter ging es dann nach Gagnam gefahren, das Viertel war für uns aber doch eher weniger interessant, da dort eher nur Business- und teure Gebäude zu finden sind. Wir sind dann zurück auf die andere Flussseite gelaufen und sind dort in den Seoul Forest. Das ist kein richtiger Wald, einfach ein Park mit vielen Bäumen, aber auch generelles Seoul sehr grün und man hat viele ‚Wälder‘, gerade entlang der Stadtmauer.
Am Ende sind wir dann noch zum Dongdaemun Design Plaza (DDP), ein Wahrzeichen der Stadtentwicklung in Seoul.




Am nächsten Morgen ging es dann aus Seoul raus und mit dem Bus weiter bis nach Sok-cho, wo wir zwei Nächte geblieben sind.
Mittags haben wir erst mal wieder die Stadt etwas erkundigt und hatten abends ein exzellentes Fisch-BBQ, wo wir ganz viele verschiedene lokale Fischsorten auf unserem Tisch gegrillt bekommen haben.




Die Gegend im Nordosten des Landes ist für den Seoraksan National Park bekannt.
Am nächsten Morgen sind wir dann eben dort hingefahren und als erstes zahlreiche Treppenstufen bis zum Ulsan Rock hochgelaufen. Normalerweise hat man auf dem Weg und dort oben eine traumhafte Aussicht auf den Nationalpark und die, für ihn so typischen Felsenformationen, allerdings war es an diesem Tag doch sehr stark bewölkt und der Hochnebel ist auch nicht so richtig weggezogen, sodass wir, oben angekommen, nur vor einer weißen Wand gestanden haben. Aber man kann ja auch nicht immer so Glück mit dem Wetter haben und auch wenn wir von der Aussicht absolut nichts sehen konnte, fand ich es trotzdem gut hochgelaufen zu sein.
Nach einer Mittagspause sind wir dann noch einen zweiten Weg gelaufen der entlang eines kleinen Flusses an mehreren Wasserfällen vorbei. Zum Ende sind wir dann auch doch noch zu einem weiteren Ausblickspunkt hoch, was bestimmt nochmal weitere 800 Treppenstufen waren und uns die letzten Reserven gekostet hat. Von dort hatten wir dann aber, trotz der immer noch total niedrig hängenden Wolken, Sicht auf den Nationalpark und somit war es das absolut Wert!












Am nächsten Morgen sind wir dann ganz früh aufgestanden, um uns den Sonnenaufgang am Meer anzuschauen. Das hatte dann auch nicht so gut geklappt, man könnte zwar sehen wie es heller wurde, die Sonne kam aber hinter den Wolken nicht vor.
Nach dem Frühstück ging es dann aber ohnehin schon wieder direkt weiter, von daher war es auch nicht schlimm, ‚unnötig‘ früh aufgestanden zu sein.

Von Sok-Cho hatten wir dann eine etwas längere Busfahrt, fast die ganze Ostküste hinunter bis nach Gyeongju. Dort sind wir dann auch wieder zwei Nächte geblieben.
Die Stadt war eine ehemalige Hauptstadt der Sillas. Aus dieser Zeit gibt es noch viele Überbleibsel in der Stadt, auch als UNESCO Westkulturerbe ausgezeichnet, vor allem sind aber überall große Grabhügel zu finden.
Wir sind am ersten Tag dann auch wieder einfach durch die Stadt gelaufen und haben uns ein Überblick verschaffen und schon ein Paar Sachen angeschaut.
Abends haben wir uns dann noch in die Schlange von anderen Touristen eingereiht, die einmal um den Wolji Pond gelaufen sind, um die Reflexion des beleuchteten Donggung Palace zu betrachten.





Unseren zweiten Tag in Gyeongju sind wir eher entspannt angegangen, es hatte ohnehin den ganzen Tag geregnet, also haben wir erstmal etwas weiter geplant und sind dann einfach durch die Gegend gelaufen und haben geschaut, wo wir rauskommen. War auch mal ganz schön so.
Morgens ging es dann auch schon wieder weiter nach Busan, die zweitgrößte Stadt Südkoreas.
Die Stadt erstreckt sich relativ lang entlang der Küste und da wir nur eine Nacht dort hatten, haben wir uns auch größtenteils auf das Viertel, in dem unser Hostel war beschränkt (Jung-gu).
Das war auch relativ nah am Wasser, und so waren wir direkt am Hafen und am Jalgachi Fischmarkt, wo man alle möglichen Arten an Fisch und Seafood kaufen und finden kann.
Busan kennt man vor allem auch für das Gamcheon Culture Village, ein ganz Viertel am Hang mit ganz vielen bunten Häusern.
Abends sind wir dann noch mit der U-Bahn ein ganzes Stück aus der Stadt raus zum Dadaepo Beach und hatten dort einen richtig schönen Sonnenuntergang.









Am nächsten Tag haben wir uns dann wieder ein wenig durch die Straßen treiben lassen, sind zum Democracy Park gelaufen und in einer kleinen Bücherladen-Gasse vorbei gekommen.
Nachmittags sind wir dann zum Flughafen in Busan und auf Jeju-Island geflogen.


Jeju Island ist eine realtiv große Vulkaninsel im Südwesten von Südkorea und lockt mit wunderschönen Stränden, Vulkangestein und dem Mount Hallasan, der höchste Berg Südkoreas.
Da wir nachmittags geflogen sind, hatten wir von dem Tag nicht mehr so wirklich viel. Den nächsten Tag haben wir dann mal als entspannten Strandtag genutzt und waren morgens am Hamdeok Beach im Norden der Insel und nachmittags zum Hyeopjae Beach im Westen, wo wir auch einen wirklich traumhaften Sonnenuntergang beobachten konnten. Beide Strände zeichnen sich durch total türkises Wasser, schwarzes Vulkangestein und weißen Strand. Wenn man da mal die ganzen Menschen ausblendet, ist das echt paradiesisch. Was uns direkt auffiel ist, dass die Koreaner sehr auf ihre Haut achten und nicht braun werden wollen, da alle auch im Wasser ihre ganz normale lange Kleidung oder Neoprenanzüge anhaben. Außerdem können sie
scheinbar nicht wirklich schwimmen. Fast alle befinden sich in dem Bereich, in dem man noch stehen kann und man darf nicht mal zur Boje schwimmen, ohne nach vorne gepfiffen zu werden.






Am nächsten Tag ging es für uns wieder ganz früh raus und wir sind mit dem ersten Bus los zum Mount Hallasan National Park um den 1950 Meter hohen Vulkan zu erklimmen. Es gibt zwei Wege, um zum Krater zu gelangen. Hoch sind wir auf dem 9,6 Kilometer langen Seongpanak Trail. Das ist der vergleichsweise einfachere und besser ‘ausgebaute’ Weg der beiden, dementsprechend war dort auch morgens schon echt was los, aber trotzdem nicht in einer störenden Art und Weise. Daran solche Tracks nicht alleine zu laufen, muss man sich einfach gewöhnen, wenn man in Asien und nicht mehr Neuseeland ist.
Es war schon ein gutes Stück und 1200 Höhenmeter Anstieg sind jetzt auch wirklich nicht nichts, aber wir waren sehr überrascht wie ‘einfach’ es Vergleich zu unseren Erwartungen war. Oben wurden wir dann von einem traumhaften Blick auf den Vulkankrater und die Umgebung belohnt.





Nach einer schönen Mittagspause ging es dann auf dem Gwaneumsa Trail wieder runter. Der Weg ist der steilere und nicht so ausgebaute Weg der beiden, bietet dafür nochmal bessere Ausblicke und es sind deutlich weniger Menschen unterwegs. Also eindeutig die richtige Entscheidung, genau in dieser Reihenfolge zu gehen.





Nachdem wir dann wieder zurück in Jeju City waren gegessen und frisch gemacht waren, ging es dann noch mit dem Bus nach Seongsan, im Osten der Insel, wo wir nochmal drei Nächte geblieben sind.
Eigentlich wollten wir hier auch den nächsten Tag erst mal entspannen, da die Wettervorhersage für den Tag danach aber den ganzen Tag Regen gemeldet hat, haben wir doch wieder viel gemacht.
Morgens ging’s zum Sonnenuntergang auf den Seongsan Ilchebong.
Auch wenn es anfangs wieder so aussah, als würden wir nur Wolken sehen, kam dann die Sonne dann doch immer wieser spektakulär aus den Wolken heraus.





Später sind wir dann mit der Fähre Nach U-do gefahren, eine kleine Insel nur 15 Minuten Fährfahrt entfernt von dort. Die meisten Leute mieten sich dort ein Fahrrad oder elektrisches Mini-Auto um die Insel zu umrunden. Wir haben uns gedacht wir lassen das und laufen einfach, war ja auch nur ein knapp elf Kilometer-Rundweg. Soviel zum entspannten Tag, aber war vermutlich sogar noch schöner so.
Erst ging es hoch auf den Hügel, von wo man einen rundum Blick auf die ganze Insel hat, dann ans Wasser, wo ganz viel schwarzes Vulkangestein zu finden ist und weiter um und durch die Insel an verschiedenen traumhaften Stränden vorbei.








Irgendwann war uns die Sonne aber auch wieder zu viel und wir sind wieder zurück gefahren.
Am nächsten Tag hat es, wie vorausgesagt tatsächlich die meiste Zeit geregnet, wir hatten ja aber auch schon alles gesehen, was wir dort sehen wollten und sind dann immer mal wieder durch das Städtchen und entlang der Küste spaziert.
Am Donnerstag morgen ging es dann auch schon wieder mit dem Flugzeug zurück nach Seoul.
Mittags ging’s dort noch zum National Museum of Korea, ein Riesengebäude mit drei großen Stockwerken, in denen Ausstellungsstücke aus den verschiedenen Dynastie-Epochen und auch Kunst.





Abends sind wir dann nochmal zum Gwangjang Market und weiter durch die Stadt geschlendert.
Gestern morgen sind wir, nachdem alles soweit fertig gepackt war, noch mal entlang eines anderen Abschnitts der Stadtmauer zu einem tollen Ausblickspunkt gelaufen und sind mittags dann mit all unseren Sachen zu Tinas Unterkunft für das kommende Semester, haben uns mal die Uni und die Gegend dort angschaut, waren abends nochmal essen und dann ging’s auch schon zum Flughafen, wo wir wieder Abschied nehmen mussten.





Ich bin so froh, die letzten zwei Wochen noch mit Tina gereist zu sein. Wir hatten zusammen eine so schöne Zeit und das war jetzt der perfekte Abschluss meiner Reise.
Wir hatten zwar vielleicht nicht immer so Glück mit dem Wetter, aber das war jetzt echt nicht schlimm.
Und auch wenn Südkorea jetzt nicht so das typische Urlaubsland für Europäer ist, es hat so viel zu bieten. Es gibt so viele Nationalpark und auch generell ist es überall total grün, selbst in den großen Städten. Und vor allem auf Jeju Island gibt es so viele traumhafte Orte.
Die Koreaner sind alle so absolut freundlich, nett und hilfsbereit auch wenn die Sprachbarrieren natürlich des Öfteren im Weg ist. Die meisten Leute können hier aber auch Englisch.
Und zu guter letzt, das koreanische Essen ist auch total lecker und gesund. Hier ein paar Beispiele:





Ich freue mich jetzt schon total auf zu Hause und alle wieder zu sehen.
Also bis dann, eure Jule





























































































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