Südkorea

24. August 2019

Hallo ihr lieben,

heute schreibe ich vom Flughafen Incheon in Seoul. Meine Reise ist für mich jetzt erst mal vorbei und es geht zurück nach Hause und kann auf acht spannende Monate und vor allem zwei letzte total schöne Wochen zurückblicken.

Nochmal am Ende mit Tina durch Südkorea zu reisen, war absolut die beste Idee und der perfekte Abschluss.

Am 09. August sind wir beide in Seoul gelandet, Tina von Frankfurt und ich von Vietnam. So konnten wir zusammen in die Stadt fahren und entspannt starten.

So richtig los ging es dann aber erst am nächsten Tag mit unserer Erkundung von Seoul.

Morgens haben wir mit etwas Kultur gestartet. Ziemlich direkt neben unserem Hostel waren einige Paläste mit Tempeln, die auch durchaus dem, was ich bisher gesehen hatte ähneln, sich aber durchaus durch andere Muster und Farben unterscheiden.

Etwas erschöpft von der doch sehr intensiven Hitze sind wir dann erst einmal einen Kaffee trinken und anschließend durch die Stadt und entlang des Cheonggyecheon Streams, einem künstlich angelegten Kanal durch die Stadt, bis nach Dongdaemun gelaufen, wo man unter anderem die alte Stadtmauer wiederfindet und dort entlang laufen kann.

Nachdem wir abends auf dem Gwangjang Market gegessen haben, sind wir noch zum Mount Namsan, dort steht auch der Seoul Tower. Man hat aber auch einen perfekten Ausblick auf die ganze, scheinbar nie endende Stadt, ohne auf den Tower hochzufahren.

Den nächsten Tag haben wir dann ein Paar andere Ecken der Stadt erkundigt. Erst waren wir beim National War Museum, wo man sich vor allem eine Enorme Ansammlung an Ausgestellten Flugzeugen, Panzern, sowie diversen Kurz- und Langstreckenraketen anschauen konnte.

Weiter ging es dann nach Gagnam gefahren, das Viertel war für uns aber doch eher weniger interessant, da dort eher nur Business- und teure Gebäude zu finden sind. Wir sind dann zurück auf die andere Flussseite gelaufen und sind dort in den Seoul Forest. Das ist kein richtiger Wald, einfach ein Park mit vielen Bäumen, aber auch generelles Seoul sehr grün und man hat viele ‚Wälder‘, gerade entlang der Stadtmauer.

Am Ende sind wir dann noch zum Dongdaemun Design Plaza (DDP), ein Wahrzeichen der Stadtentwicklung in Seoul.

Am nächsten Morgen ging es dann aus Seoul raus und mit dem Bus weiter bis nach Sok-cho, wo wir zwei Nächte geblieben sind.

Mittags haben wir erst mal wieder die Stadt etwas erkundigt und hatten abends ein exzellentes Fisch-BBQ, wo wir ganz viele verschiedene lokale Fischsorten auf unserem Tisch gegrillt bekommen haben.

Die Gegend im Nordosten des Landes ist für den Seoraksan National Park bekannt.

Am nächsten Morgen sind wir dann eben dort hingefahren und als erstes zahlreiche Treppenstufen bis zum Ulsan Rock hochgelaufen. Normalerweise hat man auf dem Weg und dort oben eine traumhafte Aussicht auf den Nationalpark und die, für ihn so typischen Felsenformationen, allerdings war es an diesem Tag doch sehr stark bewölkt und der Hochnebel ist auch nicht so richtig weggezogen, sodass wir, oben angekommen, nur vor einer weißen Wand gestanden haben. Aber man kann ja auch nicht immer so Glück mit dem Wetter haben und auch wenn wir von der Aussicht absolut nichts sehen konnte, fand ich es trotzdem gut hochgelaufen zu sein.

Nach einer Mittagspause sind wir dann noch einen zweiten Weg gelaufen der entlang eines kleinen Flusses an mehreren Wasserfällen vorbei. Zum Ende sind wir dann auch doch noch zu einem weiteren Ausblickspunkt hoch, was bestimmt nochmal weitere 800 Treppenstufen waren und uns die letzten Reserven gekostet hat. Von dort hatten wir dann aber, trotz der immer noch total niedrig hängenden Wolken, Sicht auf den Nationalpark und somit war es das absolut Wert!

Am nächsten Morgen sind wir dann ganz früh aufgestanden, um uns den Sonnenaufgang am Meer anzuschauen. Das hatte dann auch nicht so gut geklappt, man könnte zwar sehen wie es heller wurde, die Sonne kam aber hinter den Wolken nicht vor.

Nach dem Frühstück ging es dann aber ohnehin schon wieder direkt weiter, von daher war es auch nicht schlimm, ‚unnötig‘ früh aufgestanden zu sein.

Von Sok-Cho hatten wir dann eine etwas längere Busfahrt, fast die ganze Ostküste hinunter bis nach Gyeongju. Dort sind wir dann auch wieder zwei Nächte geblieben.

Die Stadt war eine ehemalige Hauptstadt der Sillas. Aus dieser Zeit gibt es noch viele Überbleibsel in der Stadt, auch als UNESCO Westkulturerbe ausgezeichnet, vor allem sind aber überall große Grabhügel zu finden.

Wir sind am ersten Tag dann auch wieder einfach durch die Stadt gelaufen und haben uns ein Überblick verschaffen und schon ein Paar Sachen angeschaut.

Abends haben wir uns dann noch in die Schlange von anderen Touristen eingereiht, die einmal um den Wolji Pond gelaufen sind, um die Reflexion des beleuchteten Donggung Palace zu betrachten.

Unseren zweiten Tag in Gyeongju sind wir eher entspannt angegangen, es hatte ohnehin den ganzen Tag geregnet, also haben wir erstmal etwas weiter geplant und sind dann einfach durch die Gegend gelaufen und haben geschaut, wo wir rauskommen. War auch mal ganz schön so.

Morgens ging es dann auch schon wieder weiter nach Busan, die zweitgrößte Stadt Südkoreas.

Die Stadt erstreckt sich relativ lang entlang der Küste und da wir nur eine Nacht dort hatten, haben wir uns auch größtenteils auf das Viertel, in dem unser Hostel war beschränkt (Jung-gu).

Das war auch relativ nah am Wasser, und so waren wir direkt am Hafen und am Jalgachi Fischmarkt, wo man alle möglichen Arten an Fisch und Seafood kaufen und finden kann.

Busan kennt man vor allem auch für das Gamcheon Culture Village, ein ganz Viertel am Hang mit ganz vielen bunten Häusern.

Abends sind wir dann noch mit der U-Bahn ein ganzes Stück aus der Stadt raus zum Dadaepo Beach und hatten dort einen richtig schönen Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag haben wir uns dann wieder ein wenig durch die Straßen treiben lassen, sind zum Democracy Park gelaufen und in einer kleinen Bücherladen-Gasse vorbei gekommen.

Nachmittags sind wir dann zum Flughafen in Busan und auf Jeju-Island geflogen.

Jeju Island ist eine realtiv große Vulkaninsel im Südwesten von Südkorea und lockt mit wunderschönen Stränden, Vulkangestein und dem Mount Hallasan, der höchste Berg Südkoreas.

Da wir nachmittags geflogen sind, hatten wir von dem Tag nicht mehr so wirklich viel. Den nächsten Tag haben wir dann mal als entspannten Strandtag genutzt und waren morgens am Hamdeok Beach im Norden der Insel und nachmittags zum Hyeopjae Beach im Westen, wo wir auch einen wirklich traumhaften Sonnenuntergang beobachten konnten. Beide Strände zeichnen sich durch total türkises Wasser, schwarzes Vulkangestein und weißen Strand. Wenn man da mal die ganzen Menschen ausblendet, ist das echt paradiesisch. Was uns direkt auffiel ist, dass die Koreaner sehr auf ihre Haut achten und nicht braun werden wollen, da alle auch im Wasser ihre ganz normale lange Kleidung oder Neoprenanzüge anhaben. Außerdem können sie

scheinbar nicht wirklich schwimmen. Fast alle befinden sich in dem Bereich, in dem man noch stehen kann und man darf nicht mal zur Boje schwimmen, ohne nach vorne gepfiffen zu werden.

Am nächsten Tag ging es für uns wieder ganz früh raus und wir sind mit dem ersten Bus los zum Mount Hallasan National Park um den 1950 Meter hohen Vulkan zu erklimmen. Es gibt zwei Wege, um zum Krater zu gelangen. Hoch sind wir auf dem 9,6 Kilometer langen Seongpanak Trail. Das ist der vergleichsweise einfachere und besser ‘ausgebaute’ Weg der beiden, dementsprechend war dort auch morgens schon echt was los, aber trotzdem nicht in einer störenden Art und Weise. Daran solche Tracks nicht alleine zu laufen, muss man sich einfach gewöhnen, wenn man in Asien und nicht mehr Neuseeland ist.

Es war schon ein gutes Stück und 1200 Höhenmeter Anstieg sind jetzt auch wirklich nicht nichts, aber wir waren sehr überrascht wie ‘einfach’ es Vergleich zu unseren Erwartungen war. Oben wurden wir dann von einem traumhaften Blick auf den Vulkankrater und die Umgebung belohnt.

Nach einer schönen Mittagspause ging es dann auf dem Gwaneumsa Trail wieder runter. Der Weg ist der steilere und nicht so ausgebaute Weg der beiden, bietet dafür nochmal bessere Ausblicke und es sind deutlich weniger Menschen unterwegs. Also eindeutig die richtige Entscheidung, genau in dieser Reihenfolge zu gehen.

Nachdem wir dann wieder zurück in Jeju City waren gegessen und frisch gemacht waren, ging es dann noch mit dem Bus nach Seongsan, im Osten der Insel, wo wir nochmal drei Nächte geblieben sind.

Eigentlich wollten wir hier auch den nächsten Tag erst mal entspannen, da die Wettervorhersage für den Tag danach aber den ganzen Tag Regen gemeldet hat, haben wir doch wieder viel gemacht.

Morgens ging’s zum Sonnenuntergang auf den Seongsan Ilchebong.

Auch wenn es anfangs wieder so aussah, als würden wir nur Wolken sehen, kam dann die Sonne dann doch immer wieser spektakulär aus den Wolken heraus.

Später sind wir dann mit der Fähre Nach U-do gefahren, eine kleine Insel nur 15 Minuten Fährfahrt entfernt von dort. Die meisten Leute mieten sich dort ein Fahrrad oder elektrisches Mini-Auto um die Insel zu umrunden. Wir haben uns gedacht wir lassen das und laufen einfach, war ja auch nur ein knapp elf Kilometer-Rundweg. Soviel zum entspannten Tag, aber war vermutlich sogar noch schöner so.

Erst ging es hoch auf den Hügel, von wo man einen rundum Blick auf die ganze Insel hat, dann ans Wasser, wo ganz viel schwarzes Vulkangestein zu finden ist und weiter um und durch die Insel an verschiedenen traumhaften Stränden vorbei.

Irgendwann war uns die Sonne aber auch wieder zu viel und wir sind wieder zurück gefahren.

Am nächsten Tag hat es, wie vorausgesagt tatsächlich die meiste Zeit geregnet, wir hatten ja aber auch schon alles gesehen, was wir dort sehen wollten und sind dann immer mal wieder durch das Städtchen und entlang der Küste spaziert.

Am Donnerstag morgen ging es dann auch schon wieder mit dem Flugzeug zurück nach Seoul.

Mittags ging’s dort noch zum National Museum of Korea, ein Riesengebäude mit drei großen Stockwerken, in denen Ausstellungsstücke aus den verschiedenen Dynastie-Epochen und auch Kunst.

Abends sind wir dann nochmal zum Gwangjang Market und weiter durch die Stadt geschlendert.

Gestern morgen sind wir, nachdem alles soweit fertig gepackt war, noch mal entlang eines anderen Abschnitts der Stadtmauer zu einem tollen Ausblickspunkt gelaufen und sind mittags dann mit all unseren Sachen zu Tinas Unterkunft für das kommende Semester, haben uns mal die Uni und die Gegend dort angschaut, waren abends nochmal essen und dann ging’s auch schon zum Flughafen, wo wir wieder Abschied nehmen mussten.

Ich bin so froh, die letzten zwei Wochen noch mit Tina gereist zu sein. Wir hatten zusammen eine so schöne Zeit und das war jetzt der perfekte Abschluss meiner Reise.

Wir hatten zwar vielleicht nicht immer so Glück mit dem Wetter, aber das war jetzt echt nicht schlimm.

Und auch wenn Südkorea jetzt nicht so das typische Urlaubsland für Europäer ist, es hat so viel zu bieten. Es gibt so viele Nationalpark und auch generell ist es überall total grün, selbst in den großen Städten. Und vor allem auf Jeju Island gibt es so viele traumhafte Orte.

Die Koreaner sind alle so absolut freundlich, nett und hilfsbereit auch wenn die Sprachbarrieren natürlich des Öfteren im Weg ist. Die meisten Leute können hier aber auch Englisch.

Und zu guter letzt, das koreanische Essen ist auch total lecker und gesund. Hier ein paar Beispiele:

Bibimbap

Kimbap
Eintopf
Dumplings
Seafood

Ich freue mich jetzt schon total auf zu Hause und alle wieder zu sehen.

Also bis dann, eure Jule

Vietnam

08. August 2019

Hallo ihr lieben,

es sind schon wieder ein paar Wochen seid meinem letzten Eintrag vergangen. Eigentlich wollte ich es vermeiden, einen großen Vietnam-Blogeintrag zu schreiben und es stattdessen in Süd- und Nordvietnam aufteilen, einfach aus dem Grund, dass es so viel ist.

Das hat aber offensichtlich nicht funktioniert, daher eben Vietnam im Sganzen. Ich habe hier so viele unterschiedliche und faszinierend schöne Orte und Landschaften gesehen, das hätte ich so gar nicht erwartet, und es kommt mir wie eine Ewigkeit her, dass ich in Vietnam gelandet bin, beziehungsweise vor genau einem Monat erst Neuseeland verlassen habe!

Gelandet bin ich vor knapp vier Wochen, am 16. Juli in Ho Chi Minh City / Saigon. Der Kulturschock, den ich eigentlich in Bangkok erwartet hatte, hat mich hier dann doch noch getroffen. Hauptsächlich durch den Verkehr bedingt, denn auch wenn das in Bangkok schon heftig war, hier ist es nochmal schlimmer. Ich habe noch nie zuvor so unglaublich viele Motorbikes auf einmal gesehen, die dauerhaft hupend, und sich nicht um den Hintermann kümmernd, überall durch die Gegend fahren. Hier ist jetzt auch wieder Rechtsverkehr, was die Leute aber nicht davon abhält, auf der anderen Straßenseite zu fahren,…

Kurz vor meiner Unterkunft im der Stadt war ein riesiger Kreisel, an dem ich als ich morgens angekommen bin, erst mal fünf Minuten gestanden habe und überlegt habe, wie ich da rüberkomme ohne überfahren zu werden, bis mir eine Einheimische gedeutet hat, mich an sie ‘ranzuhängen’ um die Straße zu überqueren. Das habe ich am Anfang relativ häufig gemacht, aber nach kurzer Zeit gewöhnt man sich dann auch an den Verkehr und kommt selbst über die Straße 🙂

In Ho Chi Minh City war ich nur einen Tag und bin einfach ein wenig durch die Stadt geschlendert und habe mir Sachen angeschaut. Total interessant fand ich auf jeden Fall das Kriegsmuseum (War Remnants Museum), in dem viele Kriegsmaschienen wie Panzer und Flieger der US-Army zu sehen waren, aber auch Fotoaussstellungen über den Kriegsverlauf, Kriegsverbrechen und die Auswirkungen von Agent Orange (ein Herbizid, welches im Vietnamkrieg großflächig zur Entlaubung von Wäldern und der Zerstörung von Nutzpflanzen eingesetzt wurde. Viele Hunderttausende Einwohner der betroffenen Gebieten erkrankten daran, es hat große Einwirkungen auf das ungeborene Kind im Mutterleib und führt, auch heute noch, zu Fehlbildungen).

Das war auf jeden Fall echt alles total spannend, aber auch sehr ergreifend anzuschauen und durchzulesen.

Notre Dame
War Remnants Museum

Am nächsten ging es für mich dann in den Süden nach Can Tho City am Mekong-Delta. Unterwegs war ich hier immer mit dem Bus, genauer gesagt mit Sleeper-Bussen, in denen man fast ganz liegen kann und deutlich komfortabler reisen kann, als mit normalen Bussen, und das auch mal über Nacht. Den wenn man es auch auf den ersten Blick nicht denkt, die Entfernungen zwischen den Orten sind hier doch schon weit, und gerade durch den Verkehr rund um die Städte, ist man so oft mal acht Stunden unterwegs.

Am Mekong-Delta hatte ich im Grunde eineinhalb Tage. Im gesamten Süden habe ich mir nicht so viel Zeit genommen, die habe ich dann eher genutzt, um entspannt und Stressfrei den Norden zu bereisen. Ich bin ja ohnehin mehr darauf aus , die Natur statt die ganzen Städte zu sehen.

Gegen Mittag bin ich dann am Mekong-Delta angekommen und habe den restlichen Tag dafür genutzt, mit dem Fahrrad durch die Gegend, entlang des großen Flusses, aber auch mal den kleinen Seitenkanälen, zu fahren.

Am nächsten Morgen war ich bereits um fünf Uhr morgens am Fluss, um meine dreistündige Bootsfahrt zu starten. Dabei ging es erst zum Cai Rang Floating Market bei Sonnenaufgang, wo es zum Frühstück auf dem Wasser Pho (eine typisch Vietnamesische Suppe mit Reisnudeln, Kräutern und Fleisch) gab, dann in eine kleine ‘Fabrik’, in denen Reisnudeln noch im Familienunternehmen traditionell hergestellt werden, und anschließend durch einen kleinen Kanal.

Cai Rang Floating Market

Reisnudel-Herstellung

Nach der Tour bin ich dann noch auf eine kleine Insel, vor Can Tho City, auf der es ganz viele Fischfarmen, vor allem aber Obstgärten gibt. Das hatte echt etwas von einem kleinen Paradies und da waren so viele verschiedene Obstbäume zu finden: Bananen, Papaya, Kokosnüsse, Drachenfrucht und all die ganzen tropischen Früchte, die man hier so findet.

Mittags bin ich dann auch schon wieder nach Ho Chi Minh City gefahren, aber nur um dort zu schlafen, am nächsten Morgen bin ich dann schon direkt weiter nach Mui Ne. Das war zwar schon echt ein kurzer Abstecher in den Süden, aber ich bin total froh, dass doch noch gemacht zu haben und nicht mit einer geplanten Tour von Ho Chi Minh City aus, sondern selbst organisiert.

In Mui Ne angekommen, bin ich als erstes zum Fairy Stream, ein kleiner von Lehm- und Kalksteinpartikeln eingefärbter Bach, der entlang faszinierend roter Felsformationen, bis zu einem Wasserfall verläuft. Ich bin dann auch am Strand spazieren gegangen, den fand ich aber entgegen meiner Erwatungen, gar nicht schön, es war viel zu vermüllt!

Fairy Stream

Am nächsten Tag bin ich dann erst einfach durch die Gegend, bis zum Mui Ne Cape gelaufen und von dort durch eine Wüstensteppen-artige Landschaft, gefühlt fernab der Zivilisation, zurück in die Stadt. Danach bin ich dann zu den ‚Hauptattraktionen‘ der Stadt, den Sanddünen. Erst zu den etwas kleineren, unmittelbar an die Stadt angrenzenden, roten Sanddünen und dann zu den 25 Km entfernten, deutlich größer und weitläufigeren, weißen Sanddünen. Gerade hier kommen die meisten Leute nur mit einer Tour hin, und fahren dann mit Quad und Jeep durch die Dünen, wie auf einer Achterbahn.

Mui Ne Cape

Rote Sanddünen

Weiße Sanddünen

Ich habe mir einfach ein Motorbike-Taxi genommen, bin durch die Dünen gelaufen und habe so die Gegend erkunden können, ohne komplett die Natur zu zerstören. Das war schon etwas nervig mit den Fahrzeugen, die dort die ganze Zeit rumgefahren sind, aber abgesehen davon, war die Landschaft richtig beeindruckend und schön und wenn man mal den herumliegenden Wald ausgeblendet hat, ist es fast wie in einer Wüste.

Nach einem traumhaften Sonnenuntergang ging’s dann auch wieder zurück zu meiner Unterkunft und am nächsten Morgen weiter nach Dalat.

Dort hatte ich auch wieder nur eine Nacht, das hat mir aber auch perfekt gepasst. Man kann in der Gegend deutlich mehr Zeit verbringen, wenn man mit einem Motorbike unterwegs ist, da ich damit aber keine Erfahrungen und mir das hier jetzt auch nicht aneignen wollte, habe ich das dann einfach gelassen.

Bus stop unterwegs

Dalat

Mittags habe ich dann den Lang Biang, der mit 2167 Metern Höhe der höchste Berg der Gegend. Leider ist es gerade als ich oben war zugezogen, sodass ich im Grunde vor einer weißen Wand ohne Sicht stand. Schade, aber der Weg war trotzdem schön.

Morgens bin ich dann mit der Seilbahn zu den Datanla Wasserfällen gefahren. An sich war das schon schön, aber ich habe noch nie einen Wasserfall gesehen, der touristisch so erschlossen ist.

Man kann das dort in mehrere Teile aufteilen: erst ein Kaskaden-Artiger Wasserfall, von dort fließt das Wasser dann durch einen kleinen Canyon, bis zu einem weiteren großen Wasserfall. Alles zusammen schon einige Höhenmeter und viele Treppenstufen, aber keine Sorge, es geht auch ganz ohne Anstrengung: Einfach den ersten Teil mit einer Mini-Achterbahn runter, bzw. später wieder hoch rasen, dann mit einer Gondel durch den Canyon und dann ganz einspannt in den Fahrstuhl einsteigen…EINEN FAHRSTUHL!!! Was ist denn nur mit den Leuten los. Den ersten Teil hab ich ja noch irgendwie nachvollziehen können, aber wie kann man denn bitte einen Fahrstuhl neben einen Wasserfall bauen?!? Also da ist mein Verständnis echt endgültig vorbei. Na ja ich bin alles zu Fuß und habe es, wär hätte das gedacht, auch überlebt…

Datanla Wasserfälle

Von dort bin ich dann noch zum Tuyen Lam Lake und wieder mit der Seilbahn zurück in die Stadt, um später mit dem Bus weiter zu fahren.

Von Dalat ging es erst weiter nach Nha Trang, wo ich einen kurzen Zwischenstopp hatte, um dann über Nacht weiter bis Hoi An zu fahren. Dort bin ich dann um sechs Uhr morgens angekommen, der Vorteil am Nachtbus: man verschwendet die Zeit nicht mit langen Busfahrten und kann super früh in den am Tag starten und so das beste aus ihm herausholen.

Nha Trang

Nachdem ich mein Gepäck in der Unterkunft abgegeben habe, bin ich morgens einfach ein wenig durch die schöne Altstadt von Hoi An spaziert, die sich vor allem durch die ganzen schönen Gelben Häuser und die überall hängenden Lampions auszeichnet.

Altstadt von Hoi An

Mittags habe ich mir dann wieder ein Fahrrad geliehen und bin durch die Reisfelder bis zum An Bang Stand gefahren und von dort dann zu den ganzen Wasser-Kokosnussbaum Plantagen. Man kann dort auch mir einem kleinen Korb-Boot unter den Palmen durchs Wasser fahren, aber mir hat das absolut gereicht, mit dem Fahrrad durch die Gegend zu fahren, man muss ja auch nicht jeden Touristenkram mitmachen.

Abends bin ich dann wieder in die Altstadt zum Nightmarket und das war einfach nur so absolut schön. Angefangen mit all den Lampions, die jetzt alle beleuchtet waren, bis hin zu all den bunt leuchtenden Bötchen und den schwimmenden Kerzen auf dem Wasser. Es war natürlich die Hölle los, aber die Atmosphäre war trotzdem einfach traumhaft.

Also wenn es um die Bewertung der Städte in Vietnam geht, ist Hoi An definitiv mein Favorit!

Am nächsten Morgen bin ich dann weiter nach Hue, da hätte ich eigentlich einen Nachmittag Zeit gehabt um mir die imperialistische Zitadelle, etc. anzuschauen, da hatte ich aber mal einen Tag, an dem ich nicht so Fit war und einfach im Bett geblieben bin, so Tage hat man halt auch mal und viel habe ich ja dann auch nicht verpasst.

Morgens bin ich dann weiter nach Phong Nha gefahren und habe dabei auch die, nicht mehr existierende, Grenze von Süd- nach Nordvietnam überschritten. Mittlerweile war es der 25. Juli und mein zehnter Tag in Vietnam. Ab Phong Nha war ich dann eben wieder mehr in der Natur, statt nur in den Städten und habe mir nun richtig Zeit für die Orte genommen. Und auch wenn der erste Teil im Süden vielleicht etwas durchgehetzt wirkt, für mich hat es ganz gepasst und ich würde es vermutlich wieder genau so machen.

Den restlichen Tag habe ich mir ein Fahrrad geliehen und bin einfach entlang des Flusses durch die Gegend und durch viele kleine Dörfchen gefahren. Die Gegend um Phong Nha war die erste, in der ich diese Kalksteinfelsen gesehen habe, die einfach mitten aus der Ebene herausragen, total faszinierend.

Am nächsten Tag habe ich dann eine große 44 Kilometer Fahrradtour (klingt an sich nicht so viel, aber mit einem klapprigen Fahrrad ohne Gangschaltung, mit dem man schon den kleinsten Hügel hochschieben muss, geschweige denn die nicht immer wieder zu erklimmenden steilen Berge, ist das eine Menge) durch den Phong Nha-Ke Bang National Park zum Botanischen Garten und der Paradise Cave. Der Botanische Garten ist hier nicht so wie man das normal kennt, eine angelegt Fläche mit Pflanzen aus aller Welt, sondern im Grunde einfach ein Teil des Waldes, durch den ein paar verschiedene Routen führen. Besonders schön waren dort der Viewpoint und der Gio Wasserfall.

Die Paradise Cave war dann schon nochmal ein gutes Stück entfernt und ich musste noch einen sich bei der Hitze sehr lang ziehenden ‚Berg’ überqueren, aber es hat sich absolut gelohnt. Sie ist insgesamt etwa 31 Kilometer lang, der erste davon ist mit einem ‘Holzsteg’ ausgelegt und für Touristen einfach begehbar. Der Höhlenraum ist bis zu 100 Meter hoch und 150 Meter weit, ganz schön groß also.

Die Höhle war einfach total atemberaubend, ich hatte zuvor auch noch nie wirklich so etwas gesehen. Erst einmal die immense Größe und die Vorstellung, wie das alles überhaupt entstanden sein muss, und wieviel Berg da trotzdem noch über einem sind. Dann die zahlreichen Stalagmiten und Stalaktiten, die die gesamte Höhle in den verschiedensten, teilweise skurrilen Formationen auf eine wunderschöne Art und Weise ausfüllen. Die Höhle ist auch total gut ausgeleuchtet, sodass man sich das alles ohne Probleme anschauen kann. Natürlich ist dort viel los, aber das mal ausgeblendet, ist die Paradise Cave einfach beeindruckend, einzigartig schön und absolut den Besuch wert.

Paradise Cave

Ich musste dann noch ein gutes Stück zurückradeln, aber diesmal war es ganz flach und mit der schönen, zu genießenden Landschaft, auch kein Problem.

Eingang zur Dark Cave

Am Ende vom Tag war ich dann auch echt fertig, aber total froh es genau so gemacht und geschafft zu haben. Die meisten Leute machen die ganzen Touren hier ja wie erwähnt mit dem Motorbike, da das für mich aber keine Option ist, mache ich das eben alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad und genieße genau das. Die Leute hier können das aber nicht so nachvollziehen, gerade wenn ich zu Fuß unterwegs bin, fragt mich gefühlt alle fünf Minuten jemand, ob ich ein Motorbike-Taxi brauche. Hier werden halt auch die kleinsten Distanzen immer damit zurückgelegt…

Am nächsten Tag bin ich erst abends mit dem Nachtbus weitergefahren, ich hatte also noch fast den ganzen Tag Zeit. Morgens habe ich dann noch eine Tour zur Phong Nha Cave gemacht. Dabei ging es 20 Minuten mit dem Boot zum Höhleneingang, dann erst noch zu Fuß hoch zur Tien Son Cave und anschließend mit dem Boot einen Kilometer in die insgesamt 8 Km lange Phong Nha Cave hinein. Das war echt ganz schön und ich war mit einer holländischen Familie unterwegs, das war auch echt ganz nett.

Tien Son Cave

Phong Nha Cave

Den Rest vom Tag habe ich dann einfach am Wasser entspannt und dann ging’s eben mit dem Bus weiter nach Ninh Binh, genauer Tam Coc.

Die Gegend dort ist, ähnlich wie Phong Nha, auch von diesem Felsen geprägt, nur das es noch intensiver und schöner wirkt, da die Gegend drumherum komplett eben und von Reisfeldern umgeben ist und zwischen den Feldern und Felsen ganz viele kleine Flüsse sind.

In Tam Coc bin ich morgens ganz früh angekommen und bin dann nach einem guten Frühstück mit dem Fahrrad zur Mua Cave gefahren. Die Höhle ist dort aber eher Nebensache, es geht mehr um den traumhaften Aussichtspunkt, auf einem Berg, den man nach 500 Treppenstufen erreicht. Der Blick von dort ist absolut traumhaft und entlohnt jede einzelne Stufe. Mittags bin ich dann noch nach Bich Dong, da hatte man auch einen ganz schönen Blick auf die Landschaft.

Viewpoint bei der Mua Cave

Bich Dong

Am nächsten Tag stand wieder eine große Tagestour an, diesmal etwas mehr als 60 Kilometer um den National Park herum. Mein erstes Ziel war Hoa Lu Ancient Capital mit zwei kleinen Tempelanlagen. Von dort ging es dann weiter nach Bai Dinh, der größte Tempelkomplex Vietnams.

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Hoa Lu Ancient Capital

Bai Dinh Tempelkomplex

Von dort war es einfach ein langes Stück bis zu meiner Unterkunft, aber die Landschaft und Gegend war total schön zu befahren und anzuschauen und teilweise war ich dann auch echt in einem Bereich, wo der Tourismus nicht so hinkommt, mit vielen Dörfern, Landwirtschaft, aber auch Fabriken. Letzteres war dann weniger schön, aber war ja nur ein kleiner Abschnitt.

Ich hatte am nächsten Tag dann wieder Zeit bis abends, um mit dem Bus weiter zu fahren und habe die meiste Zeit einfach in meiner Unterkunft entspannt in gelesen und bin ansonsten ein wenig spazieren gegangen. Die Unterkunft die ich dort hatte, ist definitiv mein Favorit, einfach weil es direkt in der Natur, zwischen den Felsen, Feldern und neben einem Seerosenteich war und man auch außer den Lauten der Natur nichts gehört hat.

Mein nächstes Ziel war dann Sapa, ganz im Norden Vietnams, schon fast an der Grenze zu China. Die Landschaft zeichnet sich hier durch die zahlreichen Berge und die Reisterassen an den Hängen an. Hier kann man ganz viele Trekkingtouren machen und bin dann auch auf eigene Faust mit meinem Rucksack durch die Felder bis nach Ta Van, ein kleines Dörfchen zwölf Kilometer von Sapa entfernt. Dort bin ich dann eine Nacht geblieben und am nächsten Tag wieder zurück nach Sapa, wo ich zwei weitere Nächte geblieben bin.

Blick vom Hostel

Mittags bin ich dann in das kleine Dörfchen Cat Cat, das aber auch sehr touristisch angelegt ist. Dort kann man sich unter anderem eine Kulturvorstellung anschauen, bei der getanzt und Musik gemacht wurde.

Cat Cat

Auf meinem Weg zurück nach Sapa wurde ich dann noch mitten in den Reisfeldern in einem sehr starken Regenschauer überrascht. Das war an sich nicht so schlimm, aber ich war dann schon echt froh, abends wieder im Trockenen angekommen zu sein.

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich auf den Fansipan, der höchste Berg Indochinas. Ursprünglich war mein Plan selbst hochzusteigen, aber das kann und darf man nur mit einem Guide machen. Und da hier ja sowieso alles extrem touristisch ausgelegt ist, hätte ich auch mit einer total überteuerten Seilbahn hochfahren können. Da es aber total bewölkt war und man eh nichts gesehen hätte, habe ich das gelassen und bin ich einfach mir dem Zug von der Station in die Stadt zurück. War am Ende auch definitiv eine gute Entscheidung, denn kurz später hat es angefangen, den restlichen Tag zu regen. Aber okay, ich hatte ja sowieso schon alles gesehen, was ich wirklich sehen wollte.

Touristenanlage bei der Fansipan Cable Car

Blick vom Hostel

Den folgenden Tag habe ich im Prinzip komplett im Bus nach Ha Long verbracht. Ich hätte auch wieder den Nachtbus nehmen können, aber hatte da keine Lust mehr drauf. Außerdem hatte es ohnehin den ganzen Tag geregnet. Nichts verpasst also.

Am nächsten Tag bin ich morgens einfach etwas durch die Gegend gelaufen und habe noch eine kleine Bootstour in der Ha Long Bay gemacht, bevor ich mittags dann mit der Fähre auf die Insel Cat Ba gefahren bin. Abends hatte es nochmal kurz geregnet, aber dann war das auch durch. Die letzten Tage waren schon echt verregnet, aber das war echt nicht weiter schlimm und in meiner ganzen Reise hatte ich so Glück mit dem Wetter, da kann ich mich über ein paar Tage absolut nicht beschweren. Hier war wohl in den letzten Tagen auch ein Taifun durchgezogen, den ich dann wohl verpasst oder schlichtweg einfach nur nicht wahrgenommen habe.

Ha Long Bay
Fähre nach Cat Ba

An meinem ersten vollen Tag in Cat Ba bin ich einfach viel durch die Gegend, entlang vom Wasser zu einem kleinen, total schönen Strand und ich habe ein tollen Aussichtspunkt entdeckt, von dem ich die nächsten zwei Abende den Sonnenuntergang über dem Hafen beobachtet habe.

Für den nächsten Tag habe ich mir eine Tagestour gebucht und auch wenn ich absolut kein Fan von gebuchten Touren bin, ich bin absolut froh diese gemacht zu haben.

Morgens wurde ich früh abgeholt und dann ging es zum Cat Ba National Park Eingang, von wo ich die nächsten vier Stunden mit einem vietnamesischen Guide, einem Spanier und einem belgischen Paar durch den Jungle bis in das Dorf Viet Hai gewandert bin. Das war zwar echt anstrengend, gerade wegen der Hitze und dem dauernden auf- und ab, aber echt cool und schön.

In dem Ort gab es dann Mittagessen und von dort sind wir mit dem Fahrrad bis an den Hafen gefahren. Zum Abschluss gab es dann noch eine Bootsfahrt durch die Lan Ha Bay mit einem Stopp vor einer kleinen Insel, wo wir noch schwimmen gehen konnten. Das war nach dem ersten Teil der Tour total erfrischend und entspannend und die Bootsfahrt auch einfach total schön. Was die Lan Ha Bay, genau wie die bekanntere Ha Long Bay, so ausmacht und charakterisiert, sind wieder genau die Kalksteinfelsen, wie sie auch in Tam Coc zu finden sind, hier aber eben im Wasser (Tam Coc wird deshalb auch die trockene Ha Long Bay genannt). Außerdem gibt es hier auch ganz viele Floating Villages, also stellen in der Bucht mit Häusern auf dem Wasser. Das war definitiv ein echt toller Tag und ich hatte auch ne echt schöne Zeit mit der Gruppe. Abends war der Sonnenuntergang dann auch wieder traumhaft.

Cat Ba National Park

Floating Villages in der Lan Ha Bay

Gestern ging es für mich dann nach Hanoi, der Hauptstadt und mein letzter Stop in Vietnam. Hier hatte ich im Grunde eineinhalb Tage um die Stadt zu erkunden und auch wenn man hier deutlich länger bleiben könnte, mir hat es perfekt gereicht.

Hoan Kiem See
Altes Gefängnis

Train Street

Brücke über den Song Hong

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Thang Lang Historic Site
Thang Lang Ausgrabungstätte

Ho Chi Minh Mausoleum

Jetzt sitze ich gerade am Airport und warte auf meinen Flug nach Seoul, wo ich endlich mit Tina zusammenreißen.

Ich hatte eine echt tolle Zeit in Vietnam und habe eine Menge unglaublich faszinierender Orte gesehen. Das Land ist wirklich schön und definitiv ein Reise wert. Trotzdem bin ich auch froh, dass es endlich wieder weiter geht. Denn auch wenn es mir hier total gut gefallen hat, so ein paar Sachen haben mich auch Dauer schon gestört. An erster Stelle natürlich die Tatsache, das die Leute einem hier gefühlt immer und überall etwas verkaufen wollen. Nummer zwei ist die Hitze, auch wenn man sich so langsam dran gewöhnt, zusammen mit der extrem hohen Luftfeuchtigkeit, ist das einfach zu viel. Der letzte Punkt ist mir gerade zum Ende hin immer mehr aufgefallen, gerade in Sapa. So viele Orte wirken hier so Fake, da gibt es immer wieder Blumenfelder, Anlagen und Spots, die nur dafür ausgelegt sind, dass sich die ganzen chinesischen Touristen selbst inszenieren können. Ich weiß nicht, ich finde das einfach irgendwie drüber. Ich kann vermutlich einfach die Art und Weise zu reisen nicht nachvollziehen, in der es nur darum geht, so viele Fotos von sich selbst an verschiedene Orten zu haben, aber na ja, jeder so wie er will. Keines der Punkte beeinflusst jetzt mein Bild von Vietnam wirklich negativ, trotzdem bin ich froh, jetzt das Land zu verlassen.

Ich bin jedenfalls echt froh, für dir letzten Wochen hier und freue mich ganz besonders auf die kommenden mit Tina!

Bis dann, eure Jule